Kontaktvermittlung

Ganz gleich, ob Sie eine deutsch-tschechische Jugendbegegnung planen oder in den bilateralen Schulaustausch einsteigen wollen: Tandem hilft bei der Suche nach einer geeigneten Partnerschule im Nachbarland durch die von einer Kontaktlotsin betreute Online-Kontaktdatenbank sowie durch Kontaktseminare für deutsche und tschechische Lehrkräfte.


Beratung bei Projekten und Schulpartnerschaften
Tandem berät bei der Umsetzung konkreter Projekte und bei der Durchführung von Schulpartnerschaften. Die zuständigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter helfen gerne auch persönlich, telefonisch oder schriftlich. Nehmen Sie mit uns Kontakt auf! Wir bieten Lehrkräften zur Unterstützung bei ihrer Begegnungsarbeit auch hilfreiche Materialien an. Werfen Sie dazu einen Blick in unser Angebot.
Veranstaltungen zum Schulaustausch
Tandem veranstaltet neben den Kontaktseminaren zur Partnerfindung auch inhaltliche und methodische Seminare, Fachforen und Arbeitstreffen für Lehrerinnen und Lehrer aller Schularten aus Deutschland und Tschechien. Im Frühjahr und im Herbst finden auch jährlich jeweils in zwei Bundesländern die „Info- und Vernetzungstage des Internationalen Jugendaustauschs” statt, wo sich Schulen und Jugendorganisationen beraten lassen und informieren können.
Gerne stellen wir die Angebote von Tandem auch auf Veranstaltungen von Kooperationspartnern, bei Direktorenkonferenzen oder auf Schulveranstaltungen vor.
Wenn Sie mehr über die Angebote von Tandem wissen wollen oder Interesse an einer Veranstaltung haben, sprechen Sie uns an.
Programme für berufsbildende Schulen
Zu den allgemeinen Unterstützungsangeboten richtet sich Tandem mit dem Programm „Freiwillige Berufliche Praktika” auch an berufliche Schulen, die an einer deutsch-tschechischen Zusammenarbeit in der beruflichen Bildung interessiert sind. Im Rahmen des Programms können beispielsweise Schülerinnen und Schüler einer beruflichen Schule ein Auslandspraktikum in Tschechien absolvieren.
Unterstützung Schulaustausch bundesweit

Wir unterstützen und beraten interessierte Schulen aus dem gesamten Bundesgebiet bei der Beantragung von Fördermitteln. Tandem selbst hat jedoch - mit Ausnahme von Bayern - keine finanziellen Mittel zur Förderung des schulischen Austauschs zur Verfügung. Allgemein liegt die finanzielle Unterstützung des internationalen Schüleraustausches in der Zuständigkeit der Länder. Bitte beachten Sie hierzu die Informationen zu Förderbedingungen, Ansprechpersonen und weiteren Rahmenbedingungen rund um den internationalen Jugend- und Schulaustausch in den deutschen Bundesländern.
Förderung Schulaustausch Bayern


Förderung für Real-, Mittel-, Förder- und Berufliche Schulen mit Sitz in Bayern
Aus Mitteln der Stiftung Jugendaustausch Bayern verwaltet Tandem Fördergelder für den bayerisch-tschechischen Schulaustausch. Der Freistaat Bayern hat die Stiftung Jugendaustausch Bayern im Sommer 2021 gegründet mit dem Ziel, allen jungen Menschen in Bayern während ihrer Schul- und Ausbildungszeit einen internationalen Jugendaustausch zu ermöglichen.
Zielgruppen des Programms sind vor allem Real-, Mittel- und Förderschulen sowie Berufliche Schulen. Wir unterstützen und informieren Lehrkräfte dieser Schularten zu allen Fragen rund um den bayerisch-tschechischen Schulaustausch.
Wenn Sie für Ihre Schule eine grenzübergreifende Zusammenarbeit anstreben oder Kontakt zu einer Schule im Nachbarland suchen, treten Sie mit uns in Kontakt.
Förderprogramm „Schulaustausch Bayern-Tschechien”
Stiftung Jugendaustausch Bayern
Förderung für Grundschulen mit Sitz in Bayern
Projekt „Ahoj-Hallo”
Das grenzüberschreitende Projekt „Ahoj -Hallo" bietet Grundschulen im bayerisch-tschechischen Grenzraum ein flächendeckendes Sprach- und Bildungsprogramm mit Sprachanimationsmodulen.
Förderprogramm “Sprachbrücken Bayern-Tschechien”
Aus den Mitteln des Förderprogramms „Sprachbrücken Bayern-Tschechien" können Grundschulkinder aus Bayern auf spielerische Weise mit der tschechischen Sprache und Kultur in Berührung kommen. Die Förderung ermöglicht den Schulklassen tschechische Sprachanimationen vor Ort und auch persönliche Begegnung mit Kindern aus dem Nachbarland. Auch Lehrkräfte können zum pädagogischen Erfahrungsaustausch sowie für Hospitationen ins Nachbarland Tschechien reisen. Das Förderprogramm ermöglicht zudem eine Fortführung der Sprachanimationsmodule nach Abschluss der Förderung durch das Förderprogramm „Ahoj-Hallo”.
Die Projektkosten werden bis zu 100% gefördert. Anträge können laufend gestellt werden.
Einblick in das tschechische Schulsystem
Das tschechische Schulsystem ist gut strukturiert und umfasst eine neun Jahre dauernde Schulpflicht. Kinder können ab zwei Jahren den Kindergarten besuchen. Die Schulpflicht startet mit dem 6. Lebensjahr.
Übersicht zum tschechischen Schulsystem
Grundschule (Stufe 1: Primarstufe)
Die tschechische Grundschule dauert neun Jahre und gliedert sich in zwei Phasen: Primarstufe und Sekundarstufe. In der ersten Stufe werden Kinder von 6-11 Jahre unterrichtet (1.-5. Klasse). Die erste Phase entspricht damit am ehesten der vierstufigen Grundschule in Deutschland. Der Begriff “Grundschule” in Tschechien ist damit nicht identisch mit der “Grundschule” in Deutschland. In Deutschland gehen Kinder nur bis zum 10. Lebensjahr in die Grundschule.
Grundschule (Stufe 2: Sekundarstufe I) und Gymnasium
In der zweiten Phase der tschechischen Grundschule (Sekundarstufe I) gehen die Kinder ab der 6. Klasse bis zum Schulabschluss in der 9. Klasse. Leistungsstarke Schüler:innen können nach einer Prüfung auch nach der 5. oder nach der 7. Klasse der tschechischen Grundschule auf das Gymnasium wechseln. Der Wechsel auf das Gymnasium ist auch nach dem Schulabschluss der 9. Klasse der Grundschule möglich.
Mittelschulen (Sekundarstufe II) mit Gymnasium, BOS und BFS
Nach der erfolgreich abgeschlossenen Grundschule haben die Schüler:innen die Möglichkeit, entweder für vier Jahre auf ein allgemeinbildendes Gymnasium (10.-13. Klasse) zu gehen oder eine Fachschule wie die vierjährige Berufsoberschule (BOS, 10-13. Klasse) oder die zwei- bis vierjährigen Berufsfachschulen (BFS, Lehre) zu besuchen. Voraussetzung des Besuchs einer Schule in der Sekundarstufe II ist ein erfolgreich bestandene Aufnahmeprüfung. Allgemein werden alle Schulen der Sekundarstufe II als Mittelschulen bezeichnet. Das Gymnasium, die BOS und die vierjährige BFS schließen mit der Matura ab, die den Zugang zu Universitäten oder Fachhochschulen ermöglicht. Berufliche Schulen führen außerdem zu einem Facharbeiterbrief und bieten praxisorientierte Ausbildungsmöglichkeiten. Im Vergleich zum deutschen System legt das tschechische Bildungssystem einen stärkeren Fokus auf die Matura als zentralen Abschluss, der für beide, akademische und berufliche Wege, von Bedeutung ist.
Zeitliche Gliederung des Schuljahrs
Das Schuljahr beginnt am 1. September, endet am 31. August des Folgejahres und wird in zwei Halbjahre geteilt (01.09.–31.01. und 01.02.–30.06.). Die Sommerferien erstrecken sich über die Monate Juli und August (01.07.–31.08.).
Begriffliche Abgrenzung zum deutschen Schulsystem
Die wortwörtliche Übersetzung der tschechischen Schultypen kann im Deutschen zur Verwirrung führen, da die tschechische Grundschule sowohl die deutsche Primarstufe als auch die deutsche Sekundarstufe I umfasst. Die tschechischen Mittelschulen sind grundsätzlich alle Schulen der Sekundarstufe II. In Bayern werden dagegen die ehemalige Hauptschulen (Sekundarstufe I) mittlerweile Mittelschulen genannt.





