Aktive Grenze: Eine Brücke, die verbindet
Professor Müller stellt das Konzept der „aktiven Grenze“ vor – ein produktives Oxymoron. Grenzen sollten nicht nur Barrieren sein, sondern Schnittstellen, die als Quelle sozialer Kohäsion wirken. Die Begegnung mit der Andersartigkeit des Nachbarn hilft uns, uns selbst besser zu verstehen.
Die Kenntnis der Nachbarsprache gibt uns eine „zweite Brille“ und eine neue Wahrnehmung der Welt. Laut Müller wirkt das Erlernen von Deutsch bzw. Tschechisch von klein auf wie eine Impfung gegen Angst und politische Klischees.
Es ist ein Gespräch darüber, wie die Zusammenarbeit und die alltägliche Begegnungen unseren Blick auf die Welt verändern – und warum es sich lohnt, auch über den eigenen Tellerrand hinauszuschauen. Der Podcast steht auf Spotify nur in tschechischer Sprache zur Verfügung.
Der Gesprächspartner:
Prof. Karel B. Müller, Ph.D., lehrt am CEVRO Institut in Prag. Seine Forschungsschwerpunkte sind Zivilgesellschaft, politische Kultur und europäische Identität. Er ist Autor von Büchern wie “Aktive Grenzen in Europa” oder “Europa und Zivilgesellschaft”. Neben seiner akademischen Tätigkeit engagiert er sich auch in der Kommunalpolitik und im Non-Profit-Bereich.
