Collage der Friedensarbeit: Tandem auf Sonderausstellung in Berlin

„100 Jahre Erster Weltkrieg“ ist eines der wichtigsten Themen des Jahres 2014. Am 27. Juni 2014 eröffnete das Museum Europäischer Kulturen – Staatliche Museen zu Berlin die Sonderausstellung „Der gefühlte Krieg“. Die Exponate spiegeln zum einen den historischen Zeitgeist wider, zum anderen bekommen die Besucher/-innen eine Perspektive der Friedensarbeit vor Augen geführt: Eine Collage zeigt einige Beispiele, unter anderem auch das Koordinierungszentrum Tandem. 

„Das Besondere der Ausstellung ist, dass sie den Fokus auf die Gefühle der Menschen im Ersten Weltkrieg legt. Diese beziehen sich jedoch nicht nur auf den Ersten Weltkrieg, sondern lassen sich auch auf den Krieg generell übertragen“, erläuterte Sarah Wassermann, die wissenschaftliche Museumsassistentin i. F.. In Assoziation zu Vaterlandsliebe, Liebe im Privatleben, Angst um das Leben und Trauer wird in den Ausstellungsräumen den Emotionen nachgegangen. Es werden die Zeugnisse aus beiden Weltkriegen in Gegenüberstellung zu Künstlerarbeiten der Gegenwart präsentiert, die sich mit der Kriegsthematik kreativ auseinandersetzen.  

Am Ende der Ausstellung werden die Besucher/-innen mit einigen Beispielen der Friedensarbeit zur Gegenwart geführt. Eine Collage aus mehreren Screenshots von Vereinen und Organisationen demonstriert die Entwicklung und Zukunftsperspektive der internationalen Zusammenarbeit und deren Bedeutung in einer globalisierten Welt.

Transnationale Erinnerungsarbeit

Ein zentrales Thema ist dabei die „Transnationale Erinnerungsarbeit“, auf die der Fokus bei Tandem gelegt wird. Seit 2009 veranstaltete das Koordinierungszentrum mehrere Arbeitstreffen für Vertreter/-innen der Jugendarbeit und Mitarbeiter/-innen der Gedenkstätten Theresienstadt, Lidice und Flossenbürg, aus denen eine langjährige Zusammenarbeit mit den erwähnten Gedenkstätten sowie den Gedenkstätten in Dachau, Ravensbrück, Sachsenhausen und Nürnberg entstanden ist. Im April 2014 diskutierten in Theresienstadt Jugendliche aus Deutschland und der Tschechischen Republik zu diesem Thema. Mehr lesen…

Hier finden Sie Informationen über die Broschüre „Wegweiser zur Erinnerung“ zur Vorbereitung von Jugendprojekten in Gedenkstätten der NS-Verfolgung in Deutschland, Polen und Tschechien.

Die Sonderausstellung „Der gefühlte Krieg“ findet vom 27. Juni 2014 bis 28. Juni 2015, im Museum Europäischer Kulturen – Staatliche Museen zu Berlin statt.

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© Foto: Tandem

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