Neues bayerisch-tschechisches SchulprogrammPerspektiven für junge Menschen:
Mehr Geld für den bayerisch-tschechischen Schulaustausch

Ein wichtiger Meilenstein für die internationalen Jugendbegegnungen: Der Freistaat Bayern fördert neuerdings mit 100.000 Euro jährlich den bayerisch-tschechischen Austausch insbesondere an Mittel-, Real-, Berufs- und Förderschulen. Über die Stiftung Internationaler Jugendaustausch Bayern erhält das Koordinierungszentrum Tandem ab 2022 einen Fördertopf, aus welchem es Gelder für den Schulaustausch vergeben kann.

Bayerische Schulen erhalten ab diesem Jahr eine neue Förderquelle, aus der sie einen Jugendaustausch mit einer tschechischen Partnerschule finanzieren können. 100.000 Euro jährlich stellt der Freistaat Bayern für den Schulaustausch mit dem Nachbarland zur Verfügung. Besonders Schulen, welche bisher in der internationalen Jugendbegegnung unterrepräsentiert waren, sollen zum Zuge kommen. Damit können sich speziell Mittel- und Realschulen sowie Berufs- und Förderschulen über die neue Zuwendung freuen.

Der Fördertopf wird über die 2021 vom Freistaat neu gegründete Stiftung Internationaler Jugendaustausch Bayern an das in Regensburg ansässige Koordinierungszentrum Deutsch-Tschechischer Jugendaustausch - Tandem vergeben. Im Rahmen des heutigen (05.04.) Pressegesprächs kündigten die Leiterin des Koordinierungszentrums Kathrin Freier-Maldoner und der Geschäftsführer der Stiftung Thomas Rudner ihre neue Kooperation an. Tandem ist ein erfahrener Partner im Rahmen des deutsch-tschechischen Jugendaustausches, welchen er im Auftrag des Bundesfamilienministeriums seit 25 Jahren zwischen beiden Ländern koordiniert. Dank der neuen Partnerschaft wird die Förderung von bayerisch-tschechischen Schülerbegegnungen erstmals über Tandem ermöglicht.

Der Leiter der Stiftung Thomas Rudner erklärte: „Das ist ein wichtiger Meilenstein für den Jugendaustausch zwischen Bayern und Tschechien. Denn bisher existierten in Bayern nur ein sehr kleines Förderprogramm aus Landesmitteln und die Möglichkeit einer Förderung über den Deutsch-Tschechischen Zukunftsfonds. Tschechien ist das Partnerland Nummer eins unserer Stiftung. Tandem ist somit für uns ein unentbehrlicher Partner für die grenzübergreifende Kooperation. Deshalb finanzieren wir außerdem bei Tandem einen Netzwerkkoordinator, welcher die bayerisch-tschechische Zusammenarbeit innerhalb der vielen existierenden Einzelprojekten künftig verstärken wird.“

Neues bayerisch-tschechisches SchulprogrammTandem-Leiterin Kathrin Freier-Maldoner ergänzte: „Wir freuen uns sehr, dass die Stiftung Jugendaustausch Bayern auf Tandem als zentrale Fachstelle für den Jugend- und Schulaustausch mit Tschechien setzt. Das Koordinierungszentrum unterstützt bei der Beantragung von Fördergeldern, beim Finden eines geeigneten Partners, bei Fragen zum Umgang mit sprachlichen Herausforderungen, bei der Gestaltung des Austauschprogramms, mit Materialien oder auch mit digitalen Tools.“

Die Ministerialbeauftragte für Realschulen im Regierungsbezirk Oberpfalz Mathilde Eichhammer erläuterte auf Seiten der Schulen ihre positive Zustimmung für die Vorhaben: „Seit mehr als zehn Jahren besteht an den Realschulen in der Oberpfalz die Möglichkeit, Tschechisch zu lernen. Aktuell bieten dies fast 40 Prozent unserer Realschulen in Form von Wahlunterricht oder in einer Talentklasse mit zentraler Abschlussprüfung an. Auch eine Zertifizierungsprüfung findet statt, für die wir mit der Karlsuniversität Prag und der OTH Amberg-Weiden zusammenarbeiten. Ich freue mich deshalb ganz besonders, dass durch die Stiftung Jugendaustausch Bayern finanzielle Ressourcen bereitgestellt werden, um über Tandem persönliche Begegnungen zwischen oberpfälzischen und tschechischen Schülerinnen und Schülern zu fördern. Denn bei diesen Begegnungen geht es sowohl um den Erwerb sprachlicher Kompetenzen als auch um die Pflege guter nachbarschaftlicher Beziehungen. Damit tragen wir zu einer Erziehung zum Frieden und zur Völkerverständigung bei.“

Anschließend an das Pressegespräch fand das 1. Netzwerktreffen „Jugendaustausch zwischen Bayern und der Tschechischen Republik“ statt, an dem knapp 25 in der deutsch-tschechischen Zusammenarbeit aktive Einrichtungen aus Bayern teilnahmen. Die Treffen sollen in Zukunft Ressourcen zwischen den Einrichtungen bündeln sowie neue Ideen und innovative Perspektiven schaffen.

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