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wie Fahrradfahren

Tschechien verfügt über ein dichtes Netz aus nummerierten lokalen und Fernradwegen. Autobahnen und Schnellstraßen dürfen mit dem Fahrrad nicht befahren werden, Hauptstraßen mit ein- und zweistelligen Nummern sollte man aufgrund des hohen Verkehrsaufkommens meiden. Tschechien setzt seit Jahren erfolgreich auf den Fahrradtourismus. Durch wunderschöne Kulturlandschaften mit Wäldern, Mooren, Alleen, Seen, Bachläufen und Flussauen zu faszinierenden kulturellen Sehenswürdigkeiten, mächtigen Burgen, romanischen Klöstern und mittelalterlichen Städten führen der Elbe- und der Moldauradweg www.fahrrad-tour.de/Moldauradweg/MoldauUeberblick.htm bzw. www.elberadweg.de/start.html

In Tschechien besteht seit dem 1. Juli 2005 eine Helmpflicht für Radfahrer unter 18 Jahren. Die gegenwärtige Länge der Radwege und -routen in der Tschechischen Republik überschreitet bereits 37.000 Kilometer. Einen wichtigen Bestandteil der tschechischen Radwege stellen die sog. Greenways dar. Diese „grünen Radwege“führen entlang von Flüssen, Wasserkanälen und alten Eisenbahnstrecken oder nutzen alte Wallfahrts- und Handelswege. Besonders bedeutend sind die Greenways Prag – Wien, Bernstein-Route, Mährische Route, Elbe-Route und die Mährische Weinroute. Die Tschechische Republik nimmt zudem am Projekt des europäischen Radwegenetzes EuroVelo teil, das von der Europäischen Fahrradföderation ausgearbeitet wurde und sich zum Ziel gesetzt hat, zwölf paneuropäische Radwege, die alle Länder Europas verbinden, miteinander zu verknüpfen. Eine ADAC-Studie aus dem Jahr 2012 bewertet den Fahrradverleih in Tschechien sowohl in quantitativer wie auch in qualitativer Hinsicht durchweg gut.

Radfahren in den größeren Metropolen Tschechiens ist leider immer noch nicht zu empfehlen. Jahre schon dauert z.B. der Kampf zwischen engagierten Fahrradfahrer/-innen und der Prager Stadtverwaltung um mehr Sicherheit im Straßenverkehr und für eine bessere Fahrrad-Infrastruktur. Veränderungen in der Verkehrsinfrastruktur großer tschechischer Städte wären dringend geboten, kommen aber nur sehr schleppend voran. Zwar zählt Radfahren zu den liebsten Freizeitbeschäftigungen der Tschechen, doch als tägliches Verkehrsmittel nutzen es nur etwa zwei Prozent der Prager – wesentlich weniger also als in anderen europäischen Großstädten. In Prag gibt es keine Fahrradkultur, urteilen die Stadtbewohner. Ein möglicher Grund: Die Gesellschaft befindet sich immer noch in einer Phase, in der sich Prestige und Reichtum im Besitz eines Autos ausdrücken. Es gibt aber auch Gegenbeispiele: Mit der Kampagne „Do Práce na Kole“ setzt sich die Organisation „Auto-Mat“ seit mehreren Jahren auch in Prag dafür ein, das Auto in der Garage stehen zu lassen und alltägliche Strecken mit dem Rad zurückzulegen. Arbeiter und Angestellte, die an dem Projekt teilnehmen, werden mit Preisen belohnt. Nicht zuletzt wird auch der Titel „Fahrrad-Arbeitgeber des Jahres“ an besonders fahrradfreundliche Unternehmen verliehen.
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