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W  wie Wirtschaft

Der positive Trend der tschechischen Wirtschaft in den letzten Jahren wurde durch die Finanz- und Wirtschaftskrise (vorübergehend) gestoppt.

Tschechiens Wirtschaft boomte. Im EU-Vergleich war die Wachstumsrate der tschechischen Ökonomie im Spitzenfeld. So stieg 2007 das BIP bereits Anfang des Jahres um 6,1 % (in Deutschland 3,3 %).

Die positiven Zahlen der tschechischen Wirtschaft erreichten auch ausländische Investoren. So zählte Tschechien 2007 laut einer Studie von Ernst & Young zu den zehn attraktivsten Standorten für Direktinvestitionen weltweit. Das starke Wachstum führte dazu, dass in der Tschechischen Republik vor der Finanzkrise ein Arbeitskräftemangel vorherrschte. Sobald  sich die Wirtschaft wieder erholt, wird ein weiteres Wirtschaftswachstum ohne Zufluss ausländischer Arbeiter/-innen kaum möglich sein. Ihre Erholungsfähigkeit hatte die tschechische Wirtschaft schon einmal unter Beweis gestellt:

Die Wirtschaftsleistung der Ersten Republik (1918-1938) war bereits beachtlich, Tschechien zählte traditionell zu den stärksten Wirtschaftsstandorten in Europa. Besonders der westliche Teil der damaligen Tschechoslowakei war schon lange vor 1945 industrialisiert. Die Tschechoslowakische Sozialistische Republik galt gemeinsam mit der DDR als am weitesten industrialisiertes Land im sowjetischen Einflussbereich.

Durch die Einführung der Planwirtschaft und die aufgezwungene Ausrichtung auf die Bedürfnisse des „Rat für gegenseitige Wirtschaftshilfe“ (RGW) erfuhr die tschechische Wirtschaft eine starke Schwächung. Die staatliche Führung gab Wirtschaftspläne vor, die Preise wurden administrativ geregelt und private Betriebe gab es offiziell nicht mehr.

So stand die nach dem Zusammenbruch des Ostblocks 1990 ausgerufene Tschechische und Slowakische Föderative Republik (ČSFR) vor einer denkbar schlechten Ausgangssituation. 1991 konnte die wirtschaftliche Talfahrt gestoppt werden, nach der Teilung in Tschechien und die Slowakei zum 31. Dezember 1992 fanden in Tschechien die ersten Privatisierungen statt. In zwei weiteren Wellen wurde die Rückführung zur Marktwirtschaft 1995 abgeschlossen.

Schnell näherte sich die Tschechische Republik auch in wirtschaftlicher Hinsicht wieder Westeuropa an. Bereits 1995 wurden über 60 % des Außenhandels mit den Ländern der EU abgewickelt, Deutschland zählte dabei zu den wichtigsten Handelspartnern.

Im Verhältnis zum Wirtschaftswachstum steigen die Löhne und Gehälter nicht in gleichem Maße an und sind bei weitem nicht mit denen in Deutschland vergleichbar. Die Kaufkraft der tschechischen Bürger/-innen steigt jährlich um rund fünf Prozent, wobei die Verbraucherpreise in fast gleichem Maße steigen - das tschechische Statistikamt verzeichnet im Jahresvergleich einen Anstieg von vier Prozent auf Konsumgüter.

Generell ist zu beachten, dass vor allem bezüglich der wirtschaftlichen Situation starke regionale Gefälle zu beobachten sind.

www.tschechien-wirtschaft.de

 

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