Tandem begrüßt Initiative „Oberpfalz lernt Tschechisch“

Am 14. Oktober 2008 startete das Regionalmarketing Oberpfalz die Initiative „Oberpfalz lernt Tschechisch“. Unter dem Motto „Kajne Angst fór dér čechišn Špráche“ organisierte der Verein gemeinsam mit dem Landratsamt Schwandorf und dem Centrum Bavaria Bohemia eine Informationsveranstaltung in Schwandorf. Auf die Grußworte eingestimmt wurden die Gäste mit der deutsch-tschechischen Sprachanimation. Fragen rund um das Thema Tschechien und Tschechisch beantworteten Dorothee Schuchardt und Hansjürgen Karl (Tandem Regensburg) in der anschließenden offenen Diskussion.

Seit geraumer Zeit fordert die IHK Regensburg den Ausbau eines flächendeckenden Angebots an Tschechischunterricht in den Schulen der Grenzlandkreise. Denn: Mitarbeiter/-innen mit Tschechischkenntnissen haben deutlich bessere Berufschancen, betonte Hans Eibauer, Leiter des Centrum Bavaria Bohemia in Schönschee. Diese Behauptung konnte Joachim Ossmann, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Schwandorf, nur unterstreichen: „Es kommt immer häufiger vor, dass in Jobbörsen Tschechischkenntnisse explizit verlangt werden.“ Die Sigmund-Wann-Realschule in Wunsiedel hat auf diesen Trend reagiert und im vergangenen Jahr als erste Schule in Bayern Tschechisch als Wahlpflichtfach eingeführt. Als Grund nannte Schulleiter Klaus-Hannes Kahles den Wunsch, die jungen Leute mit besonderen Qualifikationen auszustatten, um ihnen gerade im Grenzgebiet eine Zukunftsperspektive geben zu können. Eine weitsichtige Entscheidung, wenn man bedenkt, dass aktuell über 1200 Firmen im Bezirk der IHK Regensburg Geschäftsverbindungen nach Tschechien pflegen. Und die Tendenz ist steigend!
In der anschließenden offenen Diskussion verwiesen Dorothee Schuchardt und Hansjürgen Karl auf zwei Veranstaltungen, die das Koordinierungszentrum Deutsch-Tschechischer Jugendaustausch Tandem im November 2007 ( Tschechisch in Bayern) und Februar 2008 ( Tschechisch als Chance) veranstaltet hat. Bei beiden Veranstaltungen ging es darum, Fachleute von der Notwendigkeit, das Angebot an Tschechisch-Unterricht gerade in Bayern und Sachsen weiter auszubauen, zu überzeugen. Dieses Thema war auch der wichtigste Tagesordnungspunkt beim Besuch von Bayerns Kultusstaatssekretär Bernd Sibler beim Koordinierungszentrum im August dieses Jahres. In der derzeit breit geführten Diskussion über die Ausweitung und Intensivierung von Tschechisch-Unterricht in ostbayerischen Schulen vertrat er die Position, dass von Seiten des Kultusministeriums alle Initiativen, mehr Tschechisch an die Schulen zu bringen, unterstützt würden. Zumal die Schüler/-innen in den grenznahen Regionen mit dem Erlernen der Nachbarsprache Brücken schlagen würden. Er unterstrich die Fähigkeit der Kommunikation als grundlegende Voraussetzung für grenzüberschreitende Beziehungen.
Weiterführende Informationen zur Initiative „Oberpfalz lernt Tschechisch“ gibt es auf der Internetseite  www.oberpfalz-lernt-tschechisch.de
 Pressemitteilung Regionalmarketing Oberpfalz |
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