Sprachenjongleure bei der Arbeit


14 junge Menschen, drei aus Deutschland und elf aus Tschechien, sitzen am sonnigen Nachmittag des 21. Juni 2008 im Regensburger Tandem-Büro und überlegen gemeinsam mit dem vierköpfigen Organisationsteam von Tandem, wie ein Flyer für die deutsch-tschechische Sprachanimation aussehen könnte. „Lieber mit Sprache spielen, als über Spiele sprechen. Das beschreibt doch super, was Sprachanimation ist“, meint Julia Wittmann aus Regensburg, die unlängst ihre Ausbildung zur Sprachanimateurin absolviert hat. Die Sprachanimateure/-innen aus Deutschland und Tschechien kamen der Einladung des Koordinierungszentrums Deutsch-Tschechischer Jugendaustausch Tandem gerne nach und brachten im Rahmen des zweitägigen Arbeitstreffens Engagement und gelungene Ideen zur Weiterentwicklung der Methode der Sprachanimation ein.

Die regelmäßigen Arbeitstreffen dienen auch dem Austausch von Wissen, Methoden und Meinungen


Um die Sprachanimateure/-innen auch nach der Ausbildung weiter zu unterstützen und einen Erfahrungsaustausch zu ermöglichen, organisiert Tandem regelmäßig Fortbildungen und Arbeitstreffen. Im Rahmen dieser Treffen werden Materialien und Methoden entwickelt beziehungsweise ausgetauscht. Ein weiterer positiver Aspekt ist, dass die neuen Sprachanimateure/-innen ihre erfahrenen Kollegen/-innen kennen lernen und der Kontakt untereinander intensiviert wird.

Beim jüngsten Arbeitstreffen in Regensburg blieb es nicht nur beim Entwurf eines Flyers. Eine Arbeitsgruppe beschäftigte sich beispielsweise mit dem Formular „Bericht zur Sprachanimation“. Das Formular, welches die Sprachanimateure/-innen künftig nach jedem Einsatz ausfüllen müssen, soll sowohl Tandem als auch den Sprachanimateur/-innen selbst zur besseren Qualitätssicherung dienen.






In Planung: ein Memory-Spiel

Daneben widmeten sich die Sprachanimateure/-innen um Organisatorin Milada Vlachová von Tandem Regensburg einem Memory-Spiel, welches noch heuer in Produktion gehen soll. Im Rahmen des Programms Freiwillige Berufliche Praktika werden die beteiligten Jugendlichen durch die Methode der Sprachanimation an die Sprache des Gastlandes herangeführt. Im Rahmen der Sprachanimation soll künftig auch das Memory zum Einsatz kommen. Eine professionelle Fotografin schoss für die Arbeitsbereiche Gastronomie, Krankenpflege und Holzverarbeitung eine Reihe von Fotos. Bei dem Treffen galt es nun, für jeden Bereich 16 Motive auszuwählen.

Drei Bespiele:

Arbeitsbereich Gastronomie; Foto: Juliane Zitzlsberger
Arbeitsbereich Krankenpflege; Foto: Juliane Zitzlsberger
Arbeitsbereich Holzverarbeitung; Foto: Juliane Zitzlsberger



Aufmerksamkeit schenkten die Sprachanimateur/-innen auch ihren eigenen Webseiten auf dem deutsch-tschechischen Jugendportal www.ahoj.info. Auf dem zweisprachigen Portal werden die Methode der Sprachanimation vorgestellt und aktuelle Artikel veröffentlicht. Gleichzeitig dient das deutsch-tschechische Portal den Sprachanimateur/-innen als Präsentationsplattform ihrer Profile. Im Rahmen des Arbeitstreffens entstand eine einheitliche Vorlage für die Profile. Schließlich stellt das Jugendportal www.ahoj.info den Sprachanimateur/-innen einen eigenen internen Bereich, in dem Materialien, Wissen und Meinungen ausgetauscht werden können, zur Verfügung.

Trotz der vielen Arbeit blieb den Teilnehmern/-innen noch Zeit, neue Sprachanimationsspiele auszuprobieren


Trotz der vielen Arbeit blieb den Teilnehmern/-innen noch Zeit, neue Sprachanimationsspiele auszuprobieren, sei es auf der Straße oder im Park. Und der Samstagabend diente ausschließlich dem Austausch in gemütlicher Runde.