H wie Hauptstadt


Prag ist nach Paris die meistbesuchte Stadt Europas und bereits seit dem Mittelalter wichtigstes Zentrum Böhmens. Karl IV. machte Prag im 14. Jahrhundert zur Residenzstadt.
Vieles im Bereich der tschechischen Politik, Wirtschaft und Kultur konzentriert sich hier. Deshalb bildet die Stadt auch für viele Tourist/-inn/-en einen Anziehungspunkt. Die Kleinseite (Malá Strana), die Altstadt (Staré Město) und die Neustadt (Nové Město) wurden von der UNESCO 1992 zum Weltkulturerbe erklärt.

Prag
Um 870, zur Zeit der Přemyslidendynastie, wurde die erste Prager Burg errichtet. Auf diese Zeit gehen auch die ältesten noch existierenden romanischen Bauten Prags zurück. Unter Karl IV. erreichte die gotische Architektur in Prag ihren Höhepunkt und es entstanden die bekannten Prager Bauten, die Karlsbrücke (Karlův most) und der St.-Veits-Dom (Katedrála svatého Víta, Václava a Vojtěcha) in der Prager Burg. Mit der Habsburger Herrschaft im frühen 16. Jahrhundert kam die italienische Renaissancebaukunst nach Prag. Der Mix aus italienischen und heimischen Stilen führte zur einzigartigen „Böhmischen Renaissance“. Nach dem Dreißigjährigen Krieg (1618-1648) setzte die bedeutendste Periode der Prager Architekturentwicklung ein, die bis heute das Stadtbild maßgeblich prägt – der Barock. Mit den vielen erhaltenen Barockbauten diente Prag Miloš Forman als Wiener Kulisse für „Amadeus“ (F wie Film (-Geschichte)F wie Film).
Aber auch der Jugendstil, Kubismus und Funktionalismus sind in der Prager Baukunst wiederzu-finden.
Eine typische Besichtigungstour führt vom einen Ende der Stadt (angefangen beim Pulverturm – Prašná brána bzw. Gemeindehaus – Obecní dům) über den Königsweg (vorbei am Altstädter Ring – Staroměstské náměstí mit der Astronomischen Uhr – Orloj) und die Karlsbrücke durch die Kleinseite – Malá Strana mit ihren roten Dächern auf die Prager Burg (Pražský hrad). Dort sind vor allem der Veitsdom und das goldene Gässchen - Zlatá ulička sehenswert. Wer mehr als zwei Tage Zeit hat für die Stadterkundung, unternimmt noch eine Tour durch das jüdische Stadtviertel Prags, fährt mit der Seilbahn zum Petřín hinauf (hier befindet sich auch das Jára-Cimrman-Museum; C wie Cimrman, JàraC wie Cimrman, Jára und zum Kloster Strahov oder besucht die ältere Prager Burg, den Vyšehrad.


Die vielen schönen Theater, Konzertsäle und Opernhäuser kann man am besten abends besichtigen, indem man sich eine Karte für das Nationaltheater (Národní divadlo), das Rudolfinum, das Ständetheater (Stavovské divadlo) oder auch die Staatsoper (Státní opera) kauft.

Damit hat man das Standard-Touristenprogramm in Prag absolviert und wirklich nur einen kleinen Einblick in die kulturellen Schätze der Stadt gewonnen.
Wer nun ein bisschen mehr von Prag und der tschechischen Kultur erfahren möchte als Burg, Brücke, Bier, der wendet sich am besten an „Pragkontakt“. Das Projektbüro unterstützt Schüler/-innen und Jugendgruppen bei der Organisation einer Fahrt nach Prag. Je nach Interesse können zum Beispiel Führungen durchs tschechische Parlament vermittelt werden, Zeitzeugengespräche mit KZ-Überlebenden, Gespräche zum deutschsprachigen literarischen Leben in Prag oder auch eine Begegnung mit einer tschechischen Schulklasse.
Partner des Projektes sind die Brücke/Most-Stiftung, das Koordinierungszentrum Deutsch-Tschechischer Jugendaustausch Tandem, das Tschechische Zentrum Prag, das Goethe-Institut Prag und Živá paměť.
Die Schirmherrschaft hat das Ministerium für Schulwesen, Jugend und Sport der Tschechischen Republik übernommen.

Informations- und Kontaktbüro in Prag für Besuche deutschsprachiger Schulklassen und Jugendgruppen

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