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Die Welt deutsch-tschechisch

Immer mehr sächsische Schüler lernen Tschechisch und Polnisch

Immer mehr sächsische Schüler lernen Tschechisch und Polnisch im Unterricht oder in Arbeitsgemeinschaften. Innerhalb von 13 Jahren ist die Anzahl der Tschechisch Lernenden um knapp das Dreifach gestiegen von 1.007 im Schuljahr 2001/2002 auf 2.865 im Schuljahr 2014/2015. Noch beachtlicher ist der Anstieg bei den Polnisch Lernenden: Während 2001/2002 "nur" 442 Mädchen und Jungen Interesse an der Nachbarsprache zeigten, haben sich im Schuljahr 2014/2015 2.035 Schüler/-innen mit der Kultur und Sprache des Nachbarlandes auseinandergesetzt.

Über den Zuwachs freut sich auch Kultusministerin Brunhild Kurth: „Unsere Schüler sind Botschafter für eine offenes und friedliches Europa und erfüllen den europäischen Gedanken mit Leben.“ Die Ministerin machte deutlich, dass die Nachbarsprachen einen schulpolitischen Schwerpunkt in Sachsen darstellen. Um die Qualität des Unterrichts und die Motivation der Schüler zu fördern, wird eng mit den tschechischen und polnischen Bildungsbehörden zusammen gearbeitet. Darüber hinaus finanziert das Sächsische Staatsministerium für Kultus den Einsatz von Fremdsprachenassistenten und ermöglicht die binationale/bilinguale deutsch-tschechische Ausbildung am Friedrich-Schiller-Gymnasium in Pirna sowie die deutsch-polnische Ausbildung am Augustum-Annen-Gymnasium in Görlitz. Seit Wintersemester 2006/07 bietet zudem die Universität Leipzig in den Lehramtsstudiengängen die Fächer Tschechisch und Polnisch an. 

Derzeit wird an 33 Schulen (2001/2002 waren es 18) Tschechisch und an 31 Schulen (2001/2002 waren es sechs) Polnisch unterrichtet. Neben dem regulären Fremdsprachenunterricht existieren an 13 Schulen tschechische und an vier Schulen polnische Arbeitsgemeinschaften.

Die wirtschaftlichen Beziehungen zu den osteuropäischen Nachbarn werden immer wichtiger. Die Schüler, die neben Englisch auch Tschechisch und/oder Polnisch in der Schule lernen, haben in Zukunft einen Vorteil. Mit dem Beherrschen dieser Sprachen belegen die Schüler/-innen eine Nische, die bei der späteren Jobsuche Gold wert sein kann.

Quelle: SMK - Sächsisches Staatsministerium für Kultus (25.05.2015) 

 

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Redaktion: Petula Hermansky Verantwortlich: Thomas Rudner